Mittelaltermarkt & Hussitenlager wieder am 28. und 29. Juli 2012
Neunburg vorm Wald. Die alten Rittersleut’ feierten ein Comeback: Am 30. und 31. Juli 2011 hielt im Neunburger Stadtpark wieder das Mittelalter Einzug. Das Publikum erwartete ein farbenprächtiges und ausgelassenes Fest: Über 40 Händler, 15 historische Gruppen und ein Programm mit vielen Höhepunkten machten die Zeitreise zu einem besonderen Erlebnis.
Hier einige Impressionen vom Mittelaltermarkt & Hussitenlager
Das älteste Mittelalterfest im Landkreis Schwandorf stellt der Festspielverein „Vom Hussenkrieg“ seit 1990 auf die Beine. Jedes Jahr – immer am ersten Wochenende der Sommerferien – steht die Zeitmaschine im Stadtpark unter Volldampf: Gaukler, Ritter, Händler und Spielleute begegnen den Gästen auf Schritt und Tritt. Fast 24 Stunden kann das Publikum an beiden Tagen im Mittelalter verbringen. Der Mittelaltermarkt mit Hussitenlager ist am Samstag von 12 bis 24 Uhr und am Sonntag von 11.30 bis 22 Uhr geöffnet. Hauptattraktionen sind am Samstag das historische Fischerstechen sowie abends das Feuerspektakel der „Ameno Signum“, am Sonntag wird der hussitische Dreikampf ausgetragen, eine Feuershow am Abend setzt den Schlusspunkt unter das Spektakel. An beiden Tagen zeigt Gaukler „Sepp Schabernack“ sein Können, werden Schaukämpfe und eine Waffenschau vorgeführt. Ein vielfältiges Angebot wartet an den über 40 Marktständen: Unter anderem gibt es Waffen und Rüstungen, klösterliches Kunsthandwerk, historische Spiele, Heilsteine, mittelalterliche Schuhe und Gewänder, Bernsteinschmuck sowie Korbwaren. Auch Handwerkskunst wird gezeigt: Ein Scherenschleifer bearbeitet stumpfe Messer und Scheren, die von den Besuchern mitgebracht werden, direkt vor Ort. Ihre Fähigkeiten führen auch Schmied, Zinngießer, „Leibkneter“ und Schuster vor. Langeweile kommt im Mittelalter jedenfalls keine auf: Stelzengeher marschieren umher, Bettler Hans Nuss fleht um Almosen, Schaukämpfer und Minnesänger unterhalten das Publikum. Beim Axtwerfen, Armbrust- oder Bogenschießen dürfen die Besucher selbst aktiv werden und ihre „Ritter-Fähigkeiten“ unter Beweis stellen. Für das Leben im Lager sorgen 15 historische Gruppen, die teils schon seit Jahren für dieses Fest nach Neunburg kommen: Neben „Ameno Signum“, Castra Vita, dem Sommeregger Haufen und den „Freyen von der Wuhleau“, schlagen auch die Bernauer Helen-Schützen, die Fränkischen Armbruster, „Pro Patria Mori“, die Hofmark Ebermannsdorf, das pfalzgräfliche Gefolge Neumarkt, die „Communitas Draconis“, „Vicepotae“, das Pressather Fähnlein, die Bruderschaft der Askanier, die Fränkischen Löwen und die Hirschensteiner Söldnerlanze ihre Zelte im Stadtpark auf. Für stilechte Musik an den beiden Markttagen sorgen die Hofmusik des Neunburger Festspiels, die Gruppen „Musica Canora“ und „Benedictus“ (beide aus Tschechien) sowie der Heidecker Trommlerhaufen. Der Eintritt in den Markt beträgt 2,50 Euro, für Kinder wird ein Euro verlangt. Der Eintritt für beide Tage beträgt 4 Euro bzw. 1,50 Euro.












