Neunburg vorm Wald

1000 Jahre Neunburg vorm Wald

Meilensteine aus der Neunburger Geschichte von Heimatpfleger Theo Männer

Entstehung
Die Geschichte hat die Entstehung von Neunburg vorm Wald nicht überliefert. Funde aus der Stein- und Bronzezeit, Gräber und namenkundliche Belege weisen auf eine frühe Besiedlung des Schwarzachtals hin, die in der Vor- und Frühgeschichte natürlich nur eine sporadische war. Erst seit dem frühen Mittelalter lässt sich langsam eine Siedlungskontinuität nachweisen.

„Aign“
Der Stadtteil „Aign“ gilt als die älteste Ansiedlung der Stadt. Hier hat sich spätestens in karolingischer Zeit ein adeliger Grundherr mit seiner Gefolgschaft niedergelassen und eine hölzerne Wehranlage gebaut. Am „Aign“ steht heute noch die sehenswerte frühe romanische Jakobskirche aus der Zeit vor 1100, also der älteste Bau der Stadt – eine Chorturmkirche und ehemalige Wehrkirche. St. Jakob war früher auch die „Alte Pfarre“ mit einem Kaplan; Neunburg vorm Wald gehörte nämlich zur Pfarrei Schwarzhofen. Bis 1597 befand sich um die Kirche der Friedhof; einige bürgerliche gotische Grabsteine erinnern noch daran. 1597 wurde dann ein neuer Friedhof vor dem östlichen Tor angelegt und 1601 eine Friedhofskirche erbaut. Der „Aign“ bildete eine eigene Gemeinde, die erst 1850 zur Stadt kam.

„neue Burg“
Um 900 wurde auf dem gegenüberliegenden Felsen, der vom Osten her verläuft und steil zur Schwarzach und zum Rötzerbach abfällt, eine „neue“ Burg aus Stein erbaut, die den Urkunden nach dem Burgort, dem Markt und der späteren Stadt den Namen gab. Eine andere Erklärung ist, dass der Name „neue“ Burg auf den Gegensatz zur älteren Burg Warberg abzielt. Warberg war immerhin bis ins 13. Jh. Herrschaftsmittelpunkt und Sitz eines „Amtes“. Sicher ist der Ortsname nicht von neun Burgen abzuleiten, die angeblich um Neunburg vorm Wald herum lagen. Zur Unterscheidung von gleichnamigen Orten erhielt der Ortsname den Zusatz „vor dem Wald“ bzw. „vorm Wald“. Im Schutz der Burg und an der alten Handels- und Heerstraße von Nürnberg nach Böhmen gelegen, konnte sich bald ein Markt entfalten; Handel und Wirtschaft blühten auf. Noch heute sind der spätgotische Wartturm, das spätgotische Burgtor und die Reste der Burgmauer sowie des Halsgrabens Zeugen dieser festen Burg. Im 10. Jh. sollen in „Niuvenpurc“, einer herzoglich bayerischen Münzstätte, sogar Münzen geprägt worden sein; Diot soll der Münzschlager geheißen haben. Urkundlich erwähnt wird Neunburg vorm Wald erstmals 1017 - in einer Schenkungsurkunde Kaiser Heinrich II. für das von ihm gestiftete Bistum Bamberg.

Herrschergeschlechter
Auf der „neuen“ Burg herrschte zunächst das in den Urkunden belegte Geschlecht der „Neunburger“, dann die Ortenburger und Truhendinger. 1261 kaufte die Herrschaft Neunburg und Warberg der wittelsbachische Herzog Ludwig der Strenge von Bayern für 1000 Pfund Regensburger Pfennige. Es entstand dadurch das Amt Neunburg und die Stadt wurde herzoglicher Amtssitz. Um diese Zeit erhielt die Stadt auch das Marktrecht. Kaiser Ludwig der Bayer, der einige Male in Neunburg weilte, befreite sie für 8 Jahre von Steuern und Umlagen, damit die Befestigungsanlagen von Burg und Markt ausgebaut werden konnten.

Stadt
Den Wittelsbachern verdankt Neunburg auch die Erhebung zur Stadt, die um 1300 erfolgt sein muss. Bei der Landesteilung von 1329 kam die Herrschaft Neunburg an die pfälzische Linie der Wittelsbacher. Das Neunburger Stadtrecht ist übrigens zur Amberger Stadtrechtsfamilie zu zählen. Seit 1354 ist auch das Gericht belegt. Die Blutgerichtsbarkeit war im Besitz des Landes- und Stadtherrn; auf dem „Galgenberg“ stand der Neunburger Galgen. Unklar ist, wann die niedere Gerichtsbarkeit an die Stadt kam. Ab 1354 sind auch erstmals der Rat, der Bürgermeister und die Viertelmeister als Vertretung der Bürgerschaft nachweisbar. Im 14. Jh. taucht auch das Stadtwappen auf den Stadtsiegeln auf: blaues Feld, zinnenbekrönte silberne Ringmauer mit offenem Tor, ein aufragender silberner Turm mit zwei Erkertürmchen, rote Spitzdächer. Die Stadtfarben sind im übrigen rot, weiß und blau.

Residenz
Seit 1354 (Pfalzgraf Ruprecht II.) ist Neunburg für über 100 Jahre Residenz der pfälzisch-wittelsbachischen Herzöge und Pfalzgrafen. Diese hielten hier Hof und Gericht und förderten die Stadt sehr. In diese Zeit fällt auch der Umbau der mittelalterlichen Burg zum „Alten Schloss“; die „Dürnitz“ wurde errichtet. Zugleich wurde die bisherige Burgkapelle aufgegeben und die Georgskirche grundgelegt, die spätere Pfarrkirche St. Georg (jetzt St. Josef). Am Fuß der Burg stiftete Pfalzgraf Ruprecht III. ein Spital; die gotische Spitalkirche und das neue Marienheim sind noch heute Zeugen der Stiftung.

Pfalzgraf Johann
Der bedeutendste und volkstümlichste Fürst war Pfalzgraf Johann, der in Neunburg geboren wurde und begraben liegt. Er ist der Sohn des deutschen Königs Ruprecht von der Pfalz und begründete die pfälzisch – wittelsbachische Nebenlinie Pfalz Neunburg - Neumarkt. Sein Herrschaftsgebiet reichte von Cham über Neunburg bis Neumarkt, umfasste also weite Teile der mittleren Oberpfalz. Er residierte in Neunburg und Neumarkt und erhielt den Beinamen „der Neunburger“ oder „der Neumarkter“ oder „der Oberpfälzer“. Johann gewährte der Stadt wichtige Privilegien und gilt als großer Wohltäter sowie Förderer unserer Stadt. Auf ihn soll auch der Bau des bürgerlichen Rathauses zurückgehen, das mit zwei mächtigen, übereinanderstehenden Gewölben den Halsgraben überspannt und städtebaulich das Gelenkstück zwischen Burg und Stadt darstellt. Die größte Leistung Johanns ist jedoch die Abwehr der Hussiten. Diese fielen nach dem Märtyrertod ihrer Leitfigur Jan Hus 1415 ständig in die Oberpfalz ein, um seinen Tod zu rächen, um zu plündern, um Vieh zu erbeuten und sicher auch seine Lehre zu verbreiten. Die militärische Stoßkraft der Hussiten beruhte auf der Wagenburg und auf den aufkommenden Feuerwaffen. Die deutschen Reichsheere wurden von diesem böhmischen Volksheer wiederholt geschlagen. Nur Pfalzgraf Johann konnte „im täglichen Krieg“ die Hussiten erfolgreich abwehren. 1433 erkämpfte er sich über die Hussiten, die sich in einer Wagenburg verschanzten, den schon legendär gewordenen Sieg bei Hiltersried. Mit dieser Schlacht und aufgrund der inneren Zerrissenheit der Hussiten kehrte wieder Frieden ein in der Oberpfalz. Nach seinem glänzenden Sieg erhielt Pfalzgraf Johann den Beinamen „Hussitengeißel“ und „Hussitenhammer“. Literaturfreunde seien noch auf unseren „literarischen Turm“ aus der Pfalzgrafenzeit aufmerksam gemacht, den mittelalterlichen Wehrturm „Schiltenhilm“ im Bleihof, wo der Page des Pfalzgrafen, Peter Unverdorben, gefangen lag und seiner Hinrichtung entgegensah. Sein Schicksal ist in einem mittelhochdeutschen Volkslied überliefert, das seinen Platz in der bayerischen Literatur gefunden hat: Das Todeslied von „Peter Unverdorben“. Pfalzgraf Johanns Sohn Christoph wurde übrigens König von Schweden, Dänemark und Norwegen. Mit seinem Tod 1448 starb die Neunburger Linie der pfälzischen Wittelsbacher aus. Mit dem Tode Johanns und Christophs hörte Neunburg auf Residenz zu sein; Glanz und Blüte Neunburgs sanken dahin. Es erfolgte ein allgemeiner Niedergang. Mitte des 15. Jh. wurde Neunburg unter Pfalzgraf Friedrich II., der das „Neue Schloss“ erbaute, nochmals Residenzstadt. Das Stadtbild ist heute noch geprägt von der Pfarrkirche und der Residenz. Von der mittelalterlichen Burg und Stadtbefestigung sind nach vielen Kriegen und großen Stadtbränden nur mehr Reste von Türmen, Toren und Mauern erhalten.

Reformation
Die Reformationszeit brachte für die Neunburger einen häufigen Wechsel der Religion; innerhalb von 70 Jahren fast zehnmal; dies musste eine arge seelische Belastung für die Bürger gewesen sein. Andererseits ging es Neunburg zu dieser Zeit wirtschaftlich nicht schlecht. Außerdem bescherte die Reformation Neunburg eine Lateinschule.

Kriege
Im dreißigjährigen Krieg nahmen 1634 die Schweden die Stadt ein, 1641 belagerte die kaiserlich-bayerische Armee die Stadt, in der sich die Schweden verschanzten. Im Spanischen Erbfolgekrieg, als Österreich die Oberpfalz besetzte und junge Bauernburschen zur kaiserlichen Armee zwangsrekrutierte, leisteten die Neunburger zum Volksaufstand von 1705 ihren Beitrag: Sie befreiten am Plattenberg Zwangsrekrutierte aus den Händen der Kaiserlichen, nach dem Schlachtruf handelnd: „Lieber bairisch sterben, als in des Kaisers Unfug verderben!“ Im Österreichischen Erbfolgekrieg belagerte 1742 auch der Pandurenführer Trenck die Stadt, allerdings vergeblich. Trenck: „Entweder kommandiert der lebendige Teufel oder es ist der wahre Gott drin!“

Stadtbild
Viele mittelalterlichen Bauten wurden in den großen Stadtbränden ein Raub der Flammen. Das mittelalterliche Stadtbild hat sich dadurch schwer verändert. Ein erster Großbrand tobte 1492. 1641 brannte ein Großteil der Altstadt mit dem „Bügerl“ und der „Vorstadt“ nieder. Weitere Brände wüteten 1742 und 1746. Im Sommer 1800 brannte wiederum der größte Teil der Stadt ab; 1876 ging die Vorstadt erneut in Flammen auf. Die Wehranlagen verfielen, da sie keine militärische Bedeutung mehr hatten. Aus verkehrstechnischen Gründen wurden zu Anfang des 19. Jh. Tore und Mauern niedergelegt.

Kirchen und Klöster
Bis in den Dreißigjährigen Krieg wurde Neunburg seelsorgerisch von der Pfarrei Schwarzhofen durch einen Kaplan bei St. Jakob betreut; dann erst wurde im Zeichen der Gegenreformation Neunburg zu einer selbstständigen Pfarrei erhoben. Aus der bisherigen Burg- und Schlosskapelle St. Georg entstand die Pfarrkirche. Die Pfarrei gehörte zum Dekanat Nabburg, seit 1838 bildet Neunburg ein eigenes Dekanat. Die Anfänge einer neuen evangelischen Gemeinde liegen um 1860. 1966 wurde eine Pfarrei eingerichtet, die dem Dekanat Cham zugehört. Nach 1870 bildete sich in Neunburg vorm Wald eine altkatholische Gemeinde, der der Magistrat die Spitalkirche für ihre Gottesdienste zuwies. Pfalzgraf Johann plante die Stiftung eines Augustinerchorherrenstifts, sie unterblieb jedoch. In Neunburg wirkten im 17. Jh. u.a. Jesuiten, Prämonstratenser und Paulaner, die hier sogar ein Kloster errichteten. 1722 gründeten die Franziskaner in der ehemaligen Reiterkaserne vor dem oberen Stadttor ein Kloster, bauten sich eine große Kirche und blieben bis zur Säkularisation i. J. 1802. 1833 wurde in der mittlerweile profanierten Franziskaner-Klosterkirche durch Karolina Gerhardinger aus Stadtamhof und den Neunburger Priester Job der Orden der Armen Schulschwestern gegründet. In Neunburg war von 1833 bis 1843 das Mutterhaus, dann wurde es nach München und später nach Rom verlegt. In Neunburg blieb aber eine klösterliche Niederlassung. Der Orden ist heute weltweit verbreitet. Seit dem 19. Jahrhundert betreuten Barmherzige Schwestern und Mallersdorfer Schwestern Spital und Krankenhaus.

Ämterstadt
Ansonsten führte Neunburg in den letzten Jahrhunderten das Leben eines Provinzstädtchens. Allerdings konnte sich Neunburg als Ämterstadt behaupten: Landgericht, Bezirksamt, Landratsamt, Bezirksgericht, Notariat, Vermessungsamt, Rentamt – später Finanzamt, Forstamt, Gesundheitsamt, Baubehörde, Amtsgericht, Landwirtschaftsamt. Die Stadt erhielt 1905 ein neues Krankenhaus, 1896 wurde die Bahnlinie Neunburg – Bodenwöhr eröffnet und 1915 die Bahn nach Rötz weitergebaut. Die Weimarer Republik und das Dritte Reich spielten sich in Neunburg ab wie in vergleichbaren Kleinstädten. Am Ende des Zweiten Weltkrieges erlebten die Neunburger nochmals die Schrecken des Krieges. Kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner richtete die SS bei den Todesmärschen in der unmittelbaren Umgebung von Neunburg unter den KZ-Häftlingen aus Flossenbürg ein blutiges Massaker an. Nur einige Tage später rollten die Panzer der dritten amerikanischen Armee in unser Städtchen ein.

Neunburg vorm Wald nach 1945
Nach 1945 erwachte Neunburg zu neuem Leben. Die Stadt nahm viele Heimatvertriebene auf, neue Wohnviertel entstanden, Fremdenverkehr (bald knapp 100.000 Übernachtungen) und Industrie wurden angekurbelt durch Firmen wie Flessner, Dorrer, Anka, Hartinger, Koll und Cie, Lacroix & Kress, F.EE, Steininger, Efruti – meist im neuen Industriegebiet! Seit 1963 ist Neunburg auch Garnison der Bundeswehr. Mit der Gebietsreform 1972 wurde der Landkreis Neunburg aufgelöst und in den Landkreis Schwandorf einbezogen; Neunburg verlor damit den Kreissitz und das Landratsamt. Des Weiteren wurden Amtsgericht, Gesundheitsamt, Landwirtschaftsamt und Landwirtschaftsschule abgezogen. Die Stadt hatte vor dem zweiten Weltkrieg 2.500 Einwohner, nach 1945 knapp 5.000, vor der Gebietsreform 4.500 und nachher 7.300. Im Rahmen der Gebietsreform hat Neunburg elf ehemalige Gemeinden aufgenommen und damit seine Fläche auf 112 qkm ausgedehnt. Bei der Altstadtsanierung, der Dorferneuerung und der Denkmalpflege hat die Stadt in den letzten Jahrzehnten beachtliche Anstrengungen unternommen, um die Stadt und ihre Ortsteile liebens- und lebenswert zu gestalten. Auf kulturellem Sektor sind positiv zu registrieren: Festspiel, Museum, Musikschule, Stadtkapelle. Wiederum bleiben Rückschläge nicht aus: 2004 wurde das Kreis-krankenhaus geschlossen und 2007 wird die Bundeswehr abgezogen.


Geschichtlicher Überblick von Theo Männer

Lage
Oberpfälzer Wald, Schwarzachbergland, Talkessel der Schwarzach, 398 m ü.d.M., auf einem Felsplateau

Vor- und Frühgeschichte
frühe sporadische Besiedlung des Schwarzachtals; Besiedlung des Burgbergs/ungewiss

frühes Mittelalter
Siedlungskontinuität

karolingisch
Aign – älteste belegte Siedlung
Ansitz eines Grundherrn, hölzerne Befestigung, Jakobskirche, Friedhof, später eigene Gemeinde bis 1850

um 900
„neue Burg“, namengebend, Burggraben

ab 1000
langsame Entwicklung zu Markt (1289) und Stadt (1300),an der alten Handels- und Heerstraße nach Böhmen, Münzprägung umstritten

1017
1. urkundliche Erwähnung

frühe Geschlechter (12. Jh.)
Neunburger, Ortenburger, Truhendinger

1261
Wittelsbacher kaufen Herrschaft Neunburg und Warberg
Gericht, Marktrecht (1289), um 1300 Stadterhebung, 1400 Stadtwappen, Befestigung

seit 1354
Residenz der pfälzischen Wittelsbacher / Ruprecht II.
Umbau der Burg, Hof, Gericht, Verwaltung, Braurecht - Ruprecht III. stiftet 1398 Spital

Pfalzgraf Johann
geboren und begraben in Neunburg vorm Wald
pfälz. Nebenlinie Neumarkt – Neunburg vorm Wald
klassische Territorialpolitik, einer der Väter der späteren Oberpfalz
Förderer Neunburgs: Georgskirche, Wochenmarkt, Rathaus, Befestigung
höfisches Leben: „Peter Unverdorben“, „Vom Hussenkrieg“,
Kampf gegen die Hussen: im täglichen Krieg, große Schlachten,
1433 legendäre Schlacht bei Hiltersried
Erinnerung: Grablege, Georgskirche als Stift, St. Leonhard, Ruprechtstag, Beinamen Sohn Christoph – König von Dänemark, Schweden, Norwegen - nachher allgemeiner Niedergang der Residenzstadt

Reformation
häufiger Religionswechsel, Lateinschule, neuer Friedhof

Dreißigjähriger Krieg
1634 Schweden besetzen die Stadt
1641 Belagerung durch kaiserlich-bayerische Armee Kriegsschäden,
Rückgang der Bevölkerung

1705 im Spanischen Erbfolgekrieg
österr. Besetzung der Oberpfalz, Zwangsrekrutierungen
Erhebung im Schwarzachtal (Pfarrer Miller)
Erinnerung: Gedenkstein am Plattenberg

1742 im Österreichischen Erbfolgekrieg
Panduren unter Trenck belagern Neunburg vorm Wald

Stadtbild verändert
durch Stadtbrände 1746, 1800, 1876 und durch Verkauf und Abbruch historischer Bauten

Orden
in der Gegenreformation: Jesuiten, Paulaner
1722 Franziskanerkloster, 1803 säkularisiert
1833 Karolina Gerhardinger neuer Orden: Arme Schulschwestern
19. Jh./Barmherzige und Mallersdorfer Schwestern betreuen Spital und Krankenhaus

19. Jh.
Ämterkleinstadt, Glasschleifen im Umland
1896 Bahn Bodenwöhr – Neunburg vorm Wald
1900 Abtrennung des Bezirksamts Oberviechtach
1903 E-Werk, Stadtwerke

1. H. 20. Jh.
1905 Krankenhaus
1906 evangelische Kirche
1915 Bahn Neunburg vorm Wald – Rötz
Weimarer Republik: keine Besonderheiten
3. Reich: 1945 KZ-Todesmärsche, Massaker, KZ-Friedhof - Einmarsch der Amerikaner/Militärregierung

2. H. 20. Jh.
neuer Aufschwung nach 1945
Bevölkerungsanstieg, neue Wohnviertel, Industrieansiedlungen,
1963 Bundeswehr-Garnison, 1972 Gebietsreform, Tourismus, Altstadtsanierung, Denkmalpflege, Dorferneuerung, Musikschule, Museum, Festspiel, Stadtkapelle, Spielmannszug

Anfang 21. Jh.
Rückschläge: Schließung des Krankenhauses und der Kaserne

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