Stadt Neunburg vorm Wald - die Festspielstadt
Ehrenbürger der Stadt Neunburg vorm Wald

Dr.med.Xaver Giehrl

Praktischer Arzt - er praktizierte im Ortsteil "Am Aign" und wohnte auch dort. Unter Bürgermeister Wifling und Gemeindebevollmächtigten Dachauer wurde Giehrl 1836 das Ehrenbürgerrecht verliehen. Die Verleihung erfolgte wegen der unermüdlichen aufopfernden ärztlichen Betreuung vorzüglich an der ärmeren Bevölkerung und wegen seiner überaus menschenfreundlichen Gesinnung. Geburts- und Sterbedatum konnten nicht ermittelt werden.

Landrichter Josef Hauser

Von 1829 - 1851 Landrichter und Vorstand des hiesigen kgl. Landgerichtes in Neunburg. Er war nicht nur ein strenger, sondern auch ein gerechter Richter, dazu ein gütiger Ratgeber. Die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes 1851 erfolgte unter Bürgermeister Senft. Josef Hauser wurde 1781 in Kastl b. Neumarkt geboren. Die Sterbedaten sind nicht bekannt.

Landrichter Georg Angerer

Von 1851 - 1863 Bezirksamtmann und Landrichter des hiesigen kgl. Landgerichtes. "Wegen der kräftigen Verwendung für das Gedeihen der Schranne und des Viktualien-Marktes dahier", für die Herstellung eines Straßendammes an der Schwarzach bei der Schwarzhofener Straße, sowie durch sein Bestreben für das allgemeine Wohl der Stadt, wurde ihm einstimmig das Ehrenbürgerrecht im September 1863 durch Bürgermeister Sauer verliehen. Geburts- und Sterbedaten konnten nicht mehr ermittelt werden.

Dr. Johann Michael von Soeltl

Büste Dr. Johann Michael von Soeltl - Foto -

Geboren am 19.04.1797 in Neunburg am Bügerl - gestorben am 14.04.1888 in München. Kgl. Geheimer Hofrat, Universitäts-Professor, Geheimer Haus- und Staatsarchivar, Träger Höchster königlicher Auszeichnungen. Ihm wurde anläßlich seines 90. Geburtstages unter Bürgermeister Senft im Jahre 1887 das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Studiendirektor Anton Wifling

Geboren am 30.03.1813 in Neunburg - gestorben am 25.07.1888 in Amberg. Priester, Professor und Studiendirektor am Gymnasium in Amberg, Ritter des Verdienstordens vom hl. Michael. Anläßlich seines Namenstages am 13. Juni 1888 wurde ihm der Ehrenbürgerbrief durch Bürgermeister Strohmayer überreicht. Beerdigt in der Priestergruft in seiner Heimatstadt Neunburg v. Wald (feierliche Aufbahrung in der Jakobskirche).

Stadtpfarrer Josef Ziegler

Geboren am 07.04.1863 in Ergoldsbach - gestorben am 05.02.1935 in Straubing. Zum Priester wurde er im Juni 1888 geweiht. 1890 Kooperator in Neunburg und von 1905 - 1916 Stadtpfarrer in Neunburg. Er erfreute sich größter Wertschätzung und Beliebtheit. Für seine außerordentlichen Verdienste um Kirche und Schule, um die Gemeinde und das Vereinswesen, wurde ihm unter Bürgermeister Strohmayer anläßlich seines 25-jähr. Priesterjubiläums am 13.07.1913 von der Stadt das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Stadtpfarrer Johann Baptist Koller

Stadtpfarrer Johann Baptist Koller - Foto -

Geboren am 22.06.1872 in Lengenfeld - gestorben am 31.08.1945 in Amberg. Stadtpfarrer in Neunburg v. W. vom 03.05.1916 - 31.03.1932. Er war der Erbauer des Kath. Vereinshauses in der Kollerstraße. Auf seine Veranlassung hin wurde das Heimatfestspiel "Die Hussitengeißel" geschaffen, das er der Stadt übereignete. Unter seine Amtszeit fällt eine grundlegende Kirchenrenovierung. 1923 wurde ihm von der Stadt Neunburg das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Vermessungsinspektor Anton Neckermann

Vermessungsinspektor Anton Neckermann - Foto -

Geboren am 13.08.1889 in Neunburg - gestorben am 06.11.1968 in Neunburg. Seine großen Verdienste als Kreisarchivpfleger für den Landkreis Neunburg wurden bereits im Jahre 1959 mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande durch Landrat Max Stadlbauer entsprechend gewürdigt. Neckermann machte auch die entsprechenden Vorschläge für die einzelnen Straßenbezeichnungen, um damit den großen Söhnen aus der alten Pfalzgrafenstadt ein stetes Gedenken zu sichern. Herrn Anton Neckermann wurde am 23. April 1961 die Ehrenbürgerurkunde, als ersten Ehrenbürger nach dem 2. Weltkrieg, überreicht. Die Verleihung erfolgte wegen der großen Verdienste um die Erforschung und Pflege der Heimatgeschichte, sowie für die wertvolle, selbstlose Arbeit im Stadtarchiv.

Weihbischof Josef Weigl

Weihbischof Josef Weigl - Foto -

Geboren am 16.05.1913 in Neunburg - gestorben am 04.02.1985 in Immenstadt/Allgäu. Nach dem Besuch des Gymnasiums der Herz-Jesu-Missionare in Liefering bei Salzburg, studierte er an der Universität in Innsbruck. 1931 trat er in die Missionsgenossenschaft ein und wurde 1937 zum Priester geweiht. Vor seiner Berufung in die Kongo-Mission war Pater Weigl 15 Jahre lang als Missionar in Neuguinea tätig und mußte während und nach dem 2. Weltkrieg das harte Los der Internierung durch die Japaner über sich ergehen lassen (zwei Jahre in japanischen Konzentrationslagern). 1953 besuchte er erstmals wieder die Heimat. Am 11.11.1961 wurde er zum 1. Bischof der neu errichteten Diözese Bokunga-Ikela (so groß wie ganz Bayern) geweiht. 1965 legt er auf dem Flugplatz Oberau, Kreis Regensburg, seine Prüfung für den Flugzeugführerschein ab und kehrte im eigenen einmotorigen Flugzeug in seine Diözese zurück. Aus Anlaß seines Silbernen Priesterjubiläums am 11.07.1962 und in Würdigung seiner großen Verdienste um die Ausbreitung des Glaubens in Neu-Guinea und im Kongo, hat ihm die Stadt Neunburg das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Bundesminister a.D. Alois Niederalt

Bundesminister a.D. Alois Niederalt - Foto -

Geboren am 10.04.1911 - gestorben im Jahre 2005. Mit Beschluß des Stadtrats vom 09.07.1963 wurde Bundesminister Niederalt in Würdigung der hervorragenden Verdienste um den wirtschaftlichen und kulturellen Aufbau unserer Stadt zum Ehrenbürger ernannt. Erwähnenswert sind die Bemühungen um die Garnison Neunburg. Nicht umsonst wurde er als "Vater der Grenzlandkasernen" bezeichnet.

Stadtpfarrer BGR Johannes Lukas

lukas

Geboren am 1. Mai 1910 in Hermannsberg - gestorben am 28.04.1995 in Vilseck. Von 1951 bis zu seiner Pensionierung 1979 war Lukas Stadtpfarrer in Neunburg v. Wald. In Anerkennung der Verdienste, die sich H.H. Stadtpfarrer Lukas während seiner seelsorgerischen Tätigkeit in der Stadt Neunburg, bei der Errichtung der Mittelschule und beim Erweiterungsbau der Stadtpfarrkirche erworben hat, wurde H.H. Stadtpfarrer Johannes Lukas durch 1. Bürgermeister Dr. Altmann am 10.06.1967 zum Ehrenbürger ernannt.

Stadtamtmann a.D. Josef Meier

Stadtamtmann a.D. Josef Meier - Foto -

Geboren am 01.10.1893 in Neunburg - gestorben am 10. Mai 1976 in Eichstätt Ehrenbürger der Stadt Neunburg seit 10.06.1967. In zahlreichen Berichten, Erzählungen, Abhandlungen hat Stadtamtmann Josef Meier mit seiner schriftstellerischen Tätigkeit einen großen Beitrag in heimatgeschichtlicher Hinsicht geleistet. Viele geschichtliche Begebenheiten wurden durch ihn erst erschlossen und so der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Sein Privatarchiv, bestehend aus persönlichen Aufzeichnungen, Nachforschungen, Fotos, Ortschroniken, Büchern und Zeitschriften, übergab er im Rahmen der "Stiftung Josef Meier" nach seinem Tode dem Stadtarchiv seiner Heimatstadt Neunburg v. Wald.

Großkaufmann Franz Mayer

Großkaufmann Franz Mayer - Foto -

Geboren am 19.10.1903 in Neunburg v.W. - gestorben am 11.07.1980 in Neunburg v. W..  Vier Jahrzehnte gehörte Franz Mayer dem Stadtrat an. Seine Persönlichkeit, geprägt durch fundiertes Wissen, wirtschaftlichen Weitblick und zielbewußte Tatkraft, stellte er aktiv in den Dienst der Allgemeinheit. Begründet durch seine große Liebe zur Heimat, lag ihm das Wohl und der Weg seiner Vaterstadt stets am Herzen - deren Entwicklung er in den Nachkriegsjahren wesentlich mit geformt und gefördert hat. Herrn Franz Mayer wurde am 21.10.1973 unter Bürgermeister Manlik das Ehrenbürgerrecht der Stadt Neunburg verliehen.

Fabrikant Heinz Flessner

Fabrikant Heinz Flessner - Foto -

Geboren am 25.05.1911 - gestorben am 19.03.1998. Anläßlich des 25-jährigen Betriebsjubiläums der Firma Flessner und seines 65. Geburtstages wurde Dipl.-Ing. Heinz Flessner 1976 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Neunburg verliehen. Der hoch geschätzte Unternehmer war Pionier auf dem Gebiet der Produktion von Kartoffel-chips und hat im Jahre 1968 das Neunburger Werk gegründet, welches zum Zeitpunkt der Verleihung der Ehrenbürgerwürde 400 Arbeitskräfte beschäftigte und mindestens ebenso vielen Landwirten die Existenz sicherte.

Staatssekretär a.D. Franz Sackmann

Staatssekretär a.D. Franz Sackmann - Foto -

Durch seine hervorragenden Verdienste um die Stadt Neunburg wurde ihm am 4. Oktober 1978 das Ehrenbürgerrecht verliehen. Mit seiner Hilfe wurden die Grundlagen geschaffen, dass sich die Stadt Neunburg wirtschaftlich entwickeln und entfalten konnte. Franz Sackmann hat sich bei der Bewältigung der verschiedenen großen Probleme in der Vergangenheit und bei den Zielsetzungen für die Zukunft um die Stadt verdient gemacht, insbesondere um die Industrieansiedlung.

Oberamtsrat a.D. Richard Wagner

Oberamtsrat a.D. Richard Wagner - Foto -

Geboren am 27.10.1924 in Neunburg v. Wald. Herr Wagner hat sich während seiner 50-jährigen Dienstzeit bei der Stadtverwaltung Neunburg, insbesondere in den 30 Jahren als geschäftsleitender Beamter, große Verdienste um die Stadt Neunburg erworben. Sein Handeln war auf das Wohl der Bürger ausgerichtet und von dem Bestreben getragen, für seine Vaterstadt das Beste zu erreichen. Neunburg hat in diesen Jahrzehnten auf allen Gebieten der Daseinsvorsorge einen enormen, in der Geschichte der Stadt einmaligen Fortschritt erlebt. Zu dieser positiven Entwicklung hat Herr Wagner wesentlich beigetragen (Industrieansiedlung, Realschule, Baugebiete, Eingemeindungen). In Würdigung der großen Verdienste für seine Heimatstadt wurde ihm am 28. April 1988 das Ehrenbürgerrecht der Stadt Neunburg verliehen.

Altbürgermeister Josef Manlik

Altbürgermeister Josef Manlik - Foto -

Geboren am 13. Oktober 1927 in Wittowa CSR - verstorben am 11. Juni 2007. Während seiner über 20-jährigen Dienstzeit als 1. Bürgermeister hat Josef Manlik die Struktur der Stadt Neunburg sehr positiv beeinflußt. Zahlreiche Betriebsansiedlungen, eine vorbildlich durchgeführte Stadtsanierung, zahlreiche öffentliche Einrichtungen sind sichtbare Zeugen seiner intensiven, stets auf das Wohl der Allgemeinheit ausgerichteten Arbeit. Für diese sehr erfolgreichen, auf persönlichem Einsatz und Liebe zur Heimatstadt beruhenden Leistungen, hat ihm die Stadt Neunburg im April 1993 das Ehrenbürgerrecht verliehen.

Studienrat Theo Männer

Studienrat Theo Männer - Foto -

Geboren am 29.01.1940 in Neunburg v. W.. Herr Theo Männer war von Mai 1972 bis April 2002 ununterbrochen im Stadtrat tätig und diente der Stadt Neunburg seit 1978 als ehrenamtlicher 2. Bürgermeister. In der 30-jährigen Stadtratszeit setzte er sein großes fachliches Wissen auf den Sektoren Stadtentwicklung und Kultur ein. Von 1984 - 2002 vertrat er Neunburg im Kreistag. Seit 1973 Orts- und Kreisheimatpfleger und verantwortlich für Heimat- und Denkmalpflege, Ortsbildgestaltung, Beratung und Hilfe bei Sanierung und Renovierung von profanen und kirchlichen Gebäuden, Beratung bei Fassadengestaltung, engagierter Verfechter der Altstadtsanierung und Dorferneuerung. Seit 1978 Verwalter und Leiter des Schwarzachtaler Heimatmuseums sowie Gründer des Museumsarbeitskreises. Er ist Vorsitzender des Festspielvereins seit dessen Gründung 1988 und hat zusammen mit Dr. Jiri Navara aus Tabor die Vereinigung deutscher und tschechischer Städte mit hussitischer Vergangenheit und Tradition aus der Taufe gehoben. Organisator der historischen Festzüge. Als Leiter des Kuratoriums für die St. Georgs-Bücherei zeichnete er verantwortlich für Aufbau und Betrieb sowie entsprechende Begleitprogramme. In Würdigung all dieser Verdienste wurde Theo Männer am 3. Mai 2002 das Ehrenbürgerrecht der Stadt Neunburg verliehen.

Besondere Rechtswirkungen sind mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde nicht verbunden. Vorzüge genießen die Ehrenbürger der Stadt Neunburg vorm Wald demnach nicht. Selbstverständlich erhalten sie Einladungen und Ehrenplätze bei festlichen Veranstaltungen.

Die in den Jahren von 1933 bis 1945 an Paul v. Hindenburg, Adolf Hitler, Franz Ritter v. Epp, Hans Schemm und Adolf Wagner verliehenen Ehrenbürgerrechte sind nach dem Zusammenbruch im Jahre 1945 durch den Tod der Geehrten erloschen. In der Literatur und diversen juristischen Kommentaren wurde die Auffassung vertreten, dass das Ehrenbürgerrecht mit dem Tod erlischt und nach dem Tod nicht mehr aberkannt werden kann. Die erforderlichen Akten hierzu wurden beim Einzug der Amerikaner vernichtet.
 

Die Daten wurden im Stadtarchiv Neunburg v.W. zusammengestellt.
Quellen: Stadtarchiv Neunburg v.W.
Privatarchiv Neckermann
Buch "Pfarrjubiläum 1491-1991"

nach oben

nach oben

Faulbach24.de Branchenbuch, Kleinanzeigen, Neues aus Faulbach am Main und das alles kostenlos

 

  © 2006 Stadt Neunburg vorm Wald — Alle Rechte vorbehalten                                                                                                                                                                   

[Startseite - Home] [Neues aus Neunburg vorm Wald] [öffentliche Einrichtungen] [Rathaus / Bürgerservice] [Geschichte / Kultur] [Ortsbeschreibung] [Geschichte] [Museen] [Ehrenbürger] [Wirtschaft / Baugebiete] [Tourismus / Freizeit] [Veranstaltungen] [Wissenswertes] [So erreichen Sie uns] [Impressum]