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Am Übergang vom Oberpfälzer Wald zum Bayerischen Wald, inmitten einer herrlichen Wald- und Berglandschaft, liegt die Stadt Neunburg vorm Wald -geschichtlich, kultureller, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Mittelpunkt (ca 8.700 Einwohner) - auf einem Felsplateau im malerischen Schwarzachtal. Burg und Markt lagen an der Fernhandelsstraße Nürnberg-Prag, 1017 erste urkundliche Nennung, um 1300 Stadterhebung.
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Imposantes Stadtbild geprägt von der Pfarrkirche St. Josef, Burg und Schloss der Wittelsbacher Pfalzgrafen. Großen Aufschwung nahm Neunburg unter der Regierung des Pfalzgrafen Johann, der sich selbst "der Neunburger" nannte. Er leitete von hier aus den vernichtenden Schlag gegen die abziehenden Hussiten ein, die in der Schlacht bei Hiltersried 1433 über tausend Mann und ihre Wagenburg mit ungeheuerer Beute verloren.
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Zu Füßen der Burg steht die "Spitalkirche zum Hl. Geist", erbaut 1398 zugleich mit der Stiftung des Spitals durch den Kurfürsten Ruprecht III. Die Spitalstiftung besteht heute noch, ihre Nachfolge hat das moderne Altersheim der Stadt Neunburg angetreten.
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Das Rathaus ist ein recht origineller Bau, errichtet 1410, angeblich als Geschenk des Pfalzgrafen Johann. Das Gebäude überspannt in einem Bogen von 25,5 m Länge und 3,5 m Breite den bereits erwähnten Felseinschnitt, der die Burg von der Stadt trennte und über den heute die Hauptstraße führt. So stehen hier zwei Gewölbe übereinander, und die Neunburger Bürger sagen: "In unserem Rathaus können zwei Fuder Heu übereinander stehen, und darüber kann man noch tanzen."
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Die dicht aneinander gedrängten spitzen Giebeldächer ergeben ein altertümliches Städtebild.
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Reste von Türmen, Toren, Treppen und Mauern prägen die Altstadt.
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Die romanische Kirche St. Jakob , auch "Alte Pfarre", in der früheren Vorstadt Aign, ist der älteste Sakralbau Neunburgs (11. Jh.). Seit der Erbauung wurden keine wesentlichen Veränderungen vorgenommen. Im Innern der Kirche befindet sich die seltene Darstellung der "hl. Kümmernis" (eine alte bemalte Holzskulptur aus dem 17. Jh.). Die Kirche St. Jakob gilt als Zierde der romanischen Baukunst für den Raum Neunburg und darüber hinaus.
In den Sommermonaten ist die Kirche für "stille Betrachter" und zur Meditation zugänglich.
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Im Schwarzachtaler Heimatmuseum wird eine ausführliche Darstellung von bäuerlicher und bürgerlicher Wohnkultur, Hinterglasbildern, Handwerk, Waffen, Kunstguß, sakrale Kunst und Stadtgeschichte gezeigt.
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In Neunburg nahm der Orden der Armen Schulschwestern zu "Unserer Lieben Frau" seinen Ausgang. Der Initiator war der im Jahre 1767 geborene K. und K. Hofkaplan Franz Sebastian Job. Auf seine Veranlassung gründete die spätere Generaloberin Theresia Gerhardinger 1833 den heute über die ganze Welt verbreiteten Orden. Das Mutterhaus war bis 1843 in Neunburg, kam dann nach München und später nach Rom.
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Eine besondere Attraktion läßt jährlich viele tausend Besucher nach Neunburg kommen. Von Anfang Juli bis Mitte August wird an den Wochenenden das Freilichtspiel "Vom Hussenkrieg" aufgeführt. Im historischen Burghof der ehemaligen Wittelsbacher-Residenz lassen über 150 Laienspieler die Zeit der Hussenkriege lebendig werden. Eine einmalige Atmosphäre mit lodernden Feuern, Reitergefechten, historischer Musik und scharfen Streitgesprächen zieht den Zuschauen in seinen Bann. Gespielt wird ein mitreißendes Volksschauspiel in fünf Bildern. Es zeigt die Zeit des Pfalzgrafen Johann (14.Jh.) und erzählt von den dramatischen Einfällen der Hussiten aus Böhmen, die mit der Schlacht von Hiltersried 1433 einen Höhepunkt erreicht.
Text: Peter Klewitz – Regie: Nikol Putz
Auskünfte: Stadtverwaltung Neunburg vorm Wald
Info: 09672/9208-421 oder 09672/400
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Seine reizvolle Lage in der waldreichsten Ecke Deutschlands, das umfassende Sport- und Freizeitangebot gepaart mit erholsamer Ruhe, haben Neunburg als preisgünstiges und familienfreundliches Urlaubszentrum im "Ferienpark Schwarzachtal" berühmt gemacht.
Aktivurlauber erwartet ein beispielhaftes Angebot: Ob Rudern, Minigolfen, Tischtennis, ob Schwimmen im beheizten Freibad – in dem an den Ufern der Schwarzach liegenden Neunburger Freizeitzentrum hat man unter einem Dutzend Sportarten die Wahl.
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Natur pur vermitteln 181 km Wanderwege sowie der neu ausgebaute Schwarzachtalradweg durch die beeren- und pilzreichen Wälder und Auen der Umgebung.
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Das Glück auf dem Rücken der Pferde finden Reiter in der Stadt und in vielen Ortsteilen.
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Der von der Schwarzach seit 1974 gespeiste "Eixendorfer Stausee" hat eine Länge von 6,5 km und wird von der Staatsstraßenbrücke mit 360 m überspannt. Hier ist eine landschaftliche Schönheit dargeboten, die zu verschiedensten Freizeitaktivitäten in freier Natur geradezu einlädt, wie Segeln, Surfen und Angeln. Das Gewässer ist bekannt durch die Raubfische Hecht und Zander.
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