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Einfache Dorferneuerung in Kemnath b. Fuhrn nimmt Formen an: Gemeinschaftshaus und Platzgestaltung ganz oben auf der „Wunschliste“

14 engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Kemnath b. Fuhrn besuchten zusammen mit 2. Bürgermeisterin Margit Reichl und Peter Hartl von der Stadtverwaltung am 17. März 2018 ein Seminar der Schule für Dorf- und Landentwicklung im Gasthaus & Sporthotel „Zur Post“ in Tännesberg, um sich mit den zukünftigen Herausforderungen ihrer Heimat zu beschäftigen.

Moderiert wurde das Seminar von Frau Stephanie Singer vom Amt für Ländliche Entwicklung und Herrn Gerhard Plöchinger, dem für den Dorferneuerungsprozess beauftragten Architekten & Stadtplaner.

 

Zu Beginn des Seminars wurde mit den Teilnehmern ein Rückblick vorgenommen. Dabei wurde deutlich, dass den Bürgerinnen und Bürgern besonders der Zusammenhalt im Ort, das Feuerwehrfest, die z. T. schwierige Verkehrssituation und die Schließung der Schule im Gedächtnis sind. Anschließend wurde in Gruppen diskutiert, was „Gut leben auf dem Land“ bedeutet und welche Herausforderungen in den nächsten Jahren für Kemnath bei Fuhrn gesehen werden. Aus dem Rückblick und dem Blick in die Zukunft wurden schließlich Handlungsfelder und Ziele für die Dorferneuerung abgeleitet. Dabei waren sich die Teilnehmer einig, dass Kemnath bei Fuhrn insbesondere die aktive Dorfgemeinschaft auszeichnet; diese gilt es zu erhalten und nach Möglichkeit weiter zu fördern. Auch die Schaffung eines Treffpunktes für Alt & Jung, die Vermeidung von Leerständen sowie die dorfgerechte Gestaltung wurden hierbei festgehalten.

 

Nachdem anschauliche Beispiele aus anderen Dorferneuerungen vorgestellt sowie die Förderung privater Maßnahmen thematisiert worden sind, erarbeiteten die Teilnehmer konkrete Maßnahmen, mit denen die vorher benannten Ziele erreicht werden können. Wichtig ist den Bürgerinnen und Bürgern vor allem ein Gemeinschaftshaus (mit Lagerflächen, Gemeinschaftsraum, zusätzlichem Stellplatz für die FFW und einer multifunktional nutzbaren Freifläche), in dem sich alle Vereine und Gruppierungen wiederfinden und deren Bedarfe gedeckt werden können. Am besten, so die Kemnather, sollte dies im Umfeld des jetzigen FFW-Hauses in der Dorfmitte entstehen. Auch die Gestaltung der öffentlichen Freiflächen rund um die Kirche und die Schießl-Tafferne mit einer geordneten und bedarfsgerechten Schaffung und Gestaltung von Stellplätzen ist ein  besonderes Anliegen. Weitere Aufgaben sehen die Kemnather in der Schaffung einer sicheren und einladenden Bushaltestelle und der städtebaulichen Aufwertung der Ortseingänge (nach Möglichkeit mit Verkehrsberuhigung). Einig waren sich die Teilnehmer auch darin, dass es wichtig ist, das „Wirtshaus“ (Anm.: die Schießl-Tafferne) zu erhalten und im Rahmen des Möglichen zu fördern.

 

Folgende weitere Schritte wurden festgelegt: Nochmalige Ortsbegehung mit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern Kemnath’s, in dem die beim Seminar herausgearbeiteten Maßnahmen vor Ort nochmals besichtigt und besprochen werden. Dazu ergeht noch eine gesonderte Einladung an alle Dorfbewohner. Daneben wird in den nächsten Wochen ein Termin mit allen möglichen Nutzern des geplanten Dorfgemeinschaftshauses anberaumt, um den jeweiligen Bedarf der Vereine und Gruppierungen zu eruieren.

 

Alle interessierten Bürger werden sowohl über die Ergebnisse des Seminars als auch die weiteren Entwicklungen kontinuierlich informiert und sind aufgefordert, sich und ihre Vorstellungen und Ideen in einem konstruktiven Miteinander einzubringen. Schließlich gilt es, diese einmalige Chance wahrzunehmen, das eigene Wohnumfeld bzw. den Lebensmittelpunkt selbst aktiv mit zu verbessern und zu gestalten.