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Seniorengerechte Wohnanlage in Neunburg vorm Wald geplant Die Meinung der Bürgerinnen und Bürger ist gefragt!

Auf Antrag der CSU-Stadtratsfraktion hat der Stadtrat der Stadt Neunburg vorm Wald beschlossen, in Neunburg vorm Wald seniorengerechten Wohnraum zu schaffen.

Gedacht ist an eine Wohnanlage, in der die Interessierten solange wie möglich oder gewollt darin selbständig und individuell leben können. Viele ältere Bürgerinnen und Bürger wollen oder können oftmals nicht mehr zu Hause wohnen. Anderen wird die Bewirtschaftung von Haus und Garten auf Dauer zu anstrengend. Wieder andere wollen einfach „für’s Alter“ vorsorgen. Eines haben alle gleich: sie wollen die Unterbringung in einem Senioren- und/oder Pflegeheim noch möglichst lange hinausschieben.

Genau hier kann die geplante barrierefreie Seniorenwohnanlage in Neunburg vorm Wald mit der entsprechenden Individualität und Selbständigkeit einerseits, andererseits aber der Sicherheit der Betreuung und Versorgung mit haushaltsnahen Dienstleistungen bei Bedarf die lohnenswerte Alternative schlechthin sein. Mit der Seniorenwohnanlage wird den Interessenten bzw. künftigen Bewohnern so viel Verantwortung und Selbständigkeit wie möglich belassen. Um aber trotzdem die Sicherheit einer Grundversorgung im Alltag zu gewährleisten, will die geplante Wohnform eine umfangreiche Betreuung, Beratung, Hilfestellung und Unterstützung in Form von Dienstleistungen anbieten.

Insgesamt über 120 interessierte Bürgerinnen und Bürger sind der Einladung von Bürgermeister Martin Birner zur ersten Infoversammlung gefolgt. Martin Birner war überwältigt von der großen Anzahl und dankte allen Anwesenden für deren Interesse und Teilnahme. Nach einer kurzen Vorstellung der Überlegungen zur Wohnanlage ging es auch schon ans „Eingemachte“.

Mit Fragebogen die Meinung der Bürgerinnen und Bürger erkunden!

Mit den Anwesenden wurde darüber diskutiert, wie Sie im Alter wohnen wollen und welche Vorstellungen sie von Ihrer künftigen Wohnform haben. Folgende Themen bzw. Fragen wurden erörtert:

 

1.    Wie wird der Bedarf einer solchen Einrichtung gesehen?

Diese Frage ist zweigeteilt: zum einen wie die Notwendigkeit generell gesehen wird und zum anderen, ob und ggf. wann persönlich ein Bedarf für eine solche Wohnform gesehen wird? Mit dieser Frage wird auf die Dringlichkeit der Errichtung bzw. auf die zeitliche Notwendigkeit abgestellt.

 

2.    Wo ist der richtige Standort für eine solche Anlage?

Dafür wurden insgesamt drei mögliche Standorte aufgezeigt:

·         Im Bereich des bestehenden Marienheims

                   Dort bieten sich grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

-  Die seniorengerechte Erweiterung der bestehenden Appartements mit dem Angebot des betreuten Wohnens oder

-  Neubau einer „Senioren-Wohnanlage“ auf dem angrenzenden städtischen Grundstück Fl.Nr. 972/4 (Nähe Ufertal, nördlich des Friedhofs)

·         In der historischen Altstadt (Hauptstraße)

Auch hier stünden grundsätzlich zwei Objekte zur Verfügung:

-  In der oberen Hauptstraße das „Hirschenwirt-/Haslbauer“-Anwesen (Hauptstr. 55 und 57), das zwar derzeit noch im Privatbesitz ist, aber durchaus ein solches Projekt privat oder öffentlich möglich wäre oder

-  In der unteren Hauptstraße das ehemalige „Spitalhaus“ (Rotkreuzhaus) mit der angrenzenden Spitalkirche (Hauptstr. 1)

·         Das ehemalige Bahngelände zwischen der Schrenkstraße und der Krankenhausstraße, südwestlich des Finanzamtes

 

3.    Möchten Sie lieber mieten oder kaufen?

Sind Sie eher an der Anmietung einer Wohnung oder am Ankauf einer „Eigentumswohnung interessiert?

 

4.    Sind Sie bereit, sich finanziell an diesem Projekt zu beteiligen?

Diese Frage stellt darauf ab, ob die Interessierten ihr Kapital in eine Eigentumswohnung einbringen wollen, oder ob sie sich auch vorstellen können, verzinsliche Anteile in einer evtl. möglichen Bürgergenossenschaft (ähnlich wie der der Bürgerwind Neunburg vorm Wald) oder evtl. sogar durch eine Einmalzahlung eine Wohnung dauerhaft anzumieten.

 

5.    Welche Wohnung wollen Sie?

Hier geht es um die verschiedenen Wohnungsgrößen: entweder eine „Single-Wohnung“ mit dann 30 – 50 m2 oder eine Partnerwohnung mit 50 – 75 m2, wobei es Aufgabe der Planung sein wird, die Wohnungen so flexibel und veränderbar wie möglich zu gestalten.

Wenn Sie sich auch eine Wohngemeinschaft (WG) vorstellen können, können Sie dies hier entsprechend vermerken.

 

6.    Welche Ausstattung wünschen Sie?

Bei dieser Frage geht es darum, ob die Wohnungen mit Balkon und/oder Terrasse gestaltet werden sollen und ob und ggf. in welcher Form die Stellplätze bereitgestellt werden sollen?

 

7.    Welche zusätzlichen Angebote soll die Wohnanlage bereithalten?

Diese Frage betrifft die zusätzlichen Angebote wie Gemeinschaftsräume, Gymnastik-/Fitnessraum, Internetcafe, Beratungs-/Arztzimmer usw. Von selbst versteht sich, dass jede Wohnanlage barrierefrei, rollstuhlgerecht ist und Küche und Aufzug hat. Genauso gehören dazu Rolläden, Fußbodenheizung, Telefon-, Internetanschlüsse, Alarmanlage und eine 24-Stunden-Notrufanlage usw.

 

8.    Welche Betreuungs- und Versorgungsleistungen werden gewünscht?

Bei der letzten Frage geht es schließlich um Betreuungsleistungen. Selbstverständlich können diese nur vermittelt werden; die Entscheidung, wer welche Leistungen wo in Anspruch nimmt, obliegt jedem selbst. Gerade bei den haushaltsnahen Dienstleistungen wie Wäsche, Essen, Reinigung, Hausmeistertätigkeiten usw. böten sich evtl. Synergien über benachbarte Einrichtungen (z.B. Marienheim) an.

 

9.    Sonstiges, weitere Wünsche

Hier können Sie uns weitere Anregungen und Wünsche mitteilen.

Im Rahmen der ersten Infoversammlung wurden beispielsweise Themen wie die Kurzzeit- und Tagespflege für pflegebedürftige Angehörige angesprochen. Diese wurden bisher nicht in der Wohnanlage angedacht, da beide bestehenden Pflegeeinrichtungen, sowohl das Refugium im ehemaligen Krankenhaus als auch das Marienheim der Spitalstiftung in der Rötzer Straße diese anbieten.

Aufgeworfen wurde auch das Thema „Demenz“. Dazu wurde darauf hingewiesen, dass die Schaffung einer solchen geschlossenen Einrichtung schon seit geraumer Zeit ein wichtiges Anliegen auch des Seniorenbeirates ist. Da diese Einrichtung sowohl die baulichen Voraussetzungen als auch Freiräume und vor allem Personal und Betreuung erfordert, ist mittelfristig geplant, diese im Bereich des bestehenden Marienheims zu schaffen.

Auch die Ausrichtung wurde kurz diskutiert. So wurde beispielsweise auch die Errichtung eines Mehrgenerationenhauses aufgeworfen, wo Jung und Alt zusammenwohnt. Die bisherigen Überlegungen gingen eher in Richtung Seniorenwohnen, weil hier der deutlich größere Bedarf gesehen wird. Schließlich entstehen derzeit in Neunburg vorm Wald mehrere größere Wohnprojekte mit insgesamt knapp 45 Miet- und/oder Eigentumswohnungen. Wenn Sie trotzdem ein solches Mehrgenerationen-Projekt befürworten, teilen Sie uns dieses bitte entsprechend mit.

Bürgerwind-Genossenschaft als „Vorbild“

Auf Nachfragen erklärte Bürgermeister Martin Birner den Anwesenden, dass nicht geplant ist, dass die Stadt dieses Projekt baut und finanziert. Vorrangig angedacht wäre die Gründung einer Bürgergenossenschaft, die dieses Projekt dann realisiert und mit den Einlagen der Mitglieder und den Fremdmitteln finanziert. Die Stadt würde aber ihr Grundstück dafür zweckgebunden für diese Wohnanlage zur Verfügung stellen und damit auch die Belegung entsprechend regeln. Ziel wäre es, möglichst schnell viele Neunburgerinnen und Neunburger für ein solches selbstverwaltetes Genossenschaftsmodell zu begeistern und dazu zu motivieren, Mitglied einer solchen Genossenschaft zu werden. Dazu wurde kurz über die Regelungen, die Finanzierung und die Mitsprachemöglichkeiten einer solchen Rechtsform informiert.

Wer hieran Interesse hat, kann sich direkt bei der Stadt melden. Eine Absichtserklärung/Interessensbekundung zum Zeichnen von Anteilen an der Genossenschaft ist ebenso beigefügt wie die Präsentation und der Fragebogen zur geplanten Wohnanlage.

Ihre Meinung zählt: Rücksendung der Fragebögen bis 30. September 2017

Nun liegt es an uns allen, die Senioren-Wohnanlage zeitnah zu realisieren. Teilen Sie uns dazu sowohl Ihre Meinung und ggf. auch Ihr Interesse mit. Den als Download bereit gestellten Fragebogen und die Interessensbekundung/Absichtserklärung lassen Sie uns dazu bitte bis spätestens 30. September 2017 im Rathaus entweder auf dem Postweg oder per E-Mail oder Telefax zukommen. Die Kontaktdaten finden Sie unten.

Infos über die weitere Vorgehensweise

Für Ihr Interesse und Ihre konstruktiven Anregungen und Meinungen danken wir Ihnen schon im Voraus recht herzlich. Wir beabsichtigen, alle Interessierten im Besonderen und die Öffentlichkeit im Allgemeinen noch im Herbst dieses Jahres über die weitere Vorgehensweise zu informieren. Dazu ergeht eine gesonderte Einladung bzw. Information.

Vielen Dank!

 

Präsentation Infoabend Senioren-Wohnanlage

Fragenbogen Seniorenwohnanlage

Interessenbekundung Wohnanlage