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Frühlingsgefühle trotz Corona?

Frühlingshafte Temperaturen lockten in den vergangenen Tagen viele Menschen ins Grüne. Ein spürbares Aufatmen war es am vergangenen Wochenende für viele: Die Temperaturen steigen, der lang ersehnte Frühling rückt vielerorts näher und lässt für kurze Zeit die schwere Zeit der Pandemie etwas vergessen.

Das Wetter und die Corona-Pandemie haben derzeit eines gemeinsam: Es ist ein stetiges Auf und Ab. Sind es bei der Pandemie die immer wieder neu auftretenden Mutationen sowie die offenen oder geschlossenen Schulen und Kindergärten, so sind es beim Wetter die derzeit zwischen eisigen Minus- und frühlingshaften Plus-Graden wechselnden Temperaturen.

Schnell ist da der Wunsch die Sonne im Freien zu genießen und ein Stück der eigenen Normalität zurückzugewinnen größer, als die Sorge vor der Pandemie. Das zeigten die Menschenansammlungen aller Altersgruppen, die sich teils ohne Maske und Abstand am vergangenen Wochenende auf den öffentlichen Plätzen, wie Torweiher-Areal, Spielplätze oder Stadtpark aufhielten, deutlich – trotz bestehender Maskenpflicht laut Allgemeinverfügung des Landkreises Schwandorf. Banner und Aushänge, die auf die Schutzmaßnahmen und die Maskenpflicht hinweisen, wurden da glatt völlig übersehen oder bewusst ignoriert.

 

Für uns alle inzwischen gewohnte Schutzmaßnahmen, die in den vergangenen Wochen hervorragend eingehalten wurden, sind an diesem ersten Frühlingswochenende direkt über Bord geworfen worden. Viele Meldungen gingen deshalb am Wochenende im Neunburger Rathaus ein.

Der Wunsch zur Normalität zurückkehren zu wollen, ist menschlich. Dennoch – und das hat uns die Pandemie inzwischen mehrfach gelehrt – ist es oft eine trügerische Sicherheit. Alles braucht sein Maß und Ziel – selbst wenn das die Geduld eines jeden Einzelnen von uns zum wiederholten Mal über die Maßen strapaziert. Wir wollen gemeinsam, dass der Einzelhandel und die Gastronomie schnell wieder öffnen können, da hier Existenzen und viele Arbeitsplätze bedroht sind. Auch für die Kinder und deren Familien soll es endlich eine langfristige Perspektive geben.

 

Lockerungen sind aber nach wie vor nur bei niedrigen Inzidenzwerten möglich. Wer jetzt ohne Maske unterwegs ist und alle Schutzmaßnahmen ignoriert, der handelt nicht nur für sich eigenverantwortlich. Es betrifft letztlich alle, wenn die Zahlen wieder steigen. Mit 110 Quadratkilometern Gemeindefläche bietet Neunburg vorm Wald viel Platz in der Natur, um sich etwas aus dem Weg zu gehen. Wir müssen den Platz nur nutzen!

Corona wird, egal wie man es drehen und wenden mag, nicht einfach so verschwinden. Und auch wenn sich stellenweise bei so manchen die eine oder andere Frühjahrsmüdigkeit im Hinblick auf die Schutzmaßnahmen einstellt, möchten wir unsere Bürgerinnen und Bürger nochmals bitten, jetzt nicht müde zu werden. „Wir stehen als Gesellschaft vor einer Hürde, die wir nur als Gemeinschaft nehmen können, wenn wir zu einer gewissen Normalität zurückkehren wollen.“, so Erster Bürgermeister Martin Birner und die städtischen Gesundheitsbeauftragten Maximilian Lang und Dr. Christoph von Wenz übereinstimmend.

 

Frühlingsgefühle sind also trotzdem völlig in Ordnung – nur eben in Kombination mit den Schutzmaßnahmen im Sinne von Maskenpflicht, Abstandsgebot und das Reduzieren von Kontakten auf die wirklich wesentlichen Kontakte.

Wer das Risiko einer Ansteckung in der Familie täglich gemeinsam einschätzen möchte, findet zukünftig unter www.neunburg.de einen eigens dafür entwickelten Fragebogen.

 

Mit Blick auf die örtlichen Betriebe möchten wir hier nochmals aufrufen, die Hygienekonzepte hinsichtlich der hochansteckenden Virusmutanten zu überprüfen. Bitte denken Sie an die Maskenpflicht, regelmäßiges Lüften, die Belegung von (Raucher-) Räumen und die Fahrgemeinschaften.