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Großveranstaltungen werden im Sommer 2021 in Neunburg vorm Wald ausgesetzt

Die Weichen für die Veranstaltungsplanungen für das Jahr 2021 wurden vom Stadtrat gestellt. Sie enthalten einige Neuerungen für das Jahr 2021.

Der Neunburger Stadtrat hatte sich in seiner Sitzung vom 18. März 2021 eingehend mit dem Thema „städtische Veranstaltungen unter Pandemie-Zeiten“ befasst. Zur Diskussion standen hierbei die Burgfestspiele „Vom Hussenkrieg“ und das Altstadtfest. Jede dieser Veranstaltungen bildet ein Highlight im städtischen Veranstaltungskalender und hat dementsprechend eine hohe Bedeutung für den Stadtrat, die Stadtverwaltung, die Bürger/innen und die Vereine, die jede dieser Veranstaltungen aktiv mitgestalten. Unter normalen Umständen würden die Vorbereitungen in allen Bereichen bereits seit Monaten auf Hochtouren laufen. Bisher konnten viele Planungen noch zurückgestellt werden. Jetzt – wenige Monate vor den Veranstaltungen – müssen jedoch Entscheidungen getroffen werden, um allen an den Veranstaltungen Beteiligten eine Planungssicherheit zu geben. Inzwischen steht fest: Die Stadt Neunburg vorm Wald wird ihre traditionellen Groß-Veranstaltungen für ein Jahr pandemiebedingt aussetzen und stattdessen an neuen, kleineren, aber dafür an die Pandemiesituation angepasste Veranstaltungsformate für den Sommer 2021 arbeiten.

Denn die Pandemie hat das öffentliche Leben knapp ein Jahr nach bekannt werden des ersten Falles in Deutschland nach wie vor fest im Griff. Sie lässt derzeit leider keinen Raum für langfristige Planungen. Gerade für Großveranstaltungen braucht es aber ausreichend Vorlaufzeiten. Schließlich müssen Bands, Infrastruktur, Marketing und vieles mehr frühzeitig gebucht und organisiert werden.

 

Die Entscheidung zum Aussetzen der Veranstaltungen machte sich der Stadtrat keinesfalls leicht. Im Vorfeld der Beratung und Beschlussfassung wurden alle Veranstaltungen bis zum Sommer 2021 einer genauen Prüfung auf eine mögliche Umsetzung unterzogen. Ausgangspunkt für die Beratungen bildeten zum einen die Hygieneschutzmaßnahmen, die im (Früh-) Sommer 2020 galten, zum anderen wurden die Prognosen hinsichtlich der Impfungen und Auswirkungen möglicher Mutationen herangezogen. Zudem wurden die städtischen Gesundheitsbeauftragten Dr. Christoph von Wenz zu Niederlahnstein und Maximilian Lang um ihre fachliche Einschätzung gebeten. Parallel wurde ebenso der Austausch mit anderen Gemeinden gesucht. So konnte sich der Stadtrat ein umfangreiches Bild zur Gesamtsituation machen. Das sachliche, einstimmige Ergebnis: Größere Menschenansammlungen werden im Sommer 2021 noch nicht möglich sein. Abstandsregeln und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes werden weiterhin von zentraler Bedeutung sein. Diese Ergebnisse ließen letztlich nur einen Beschluss zu: Die Großveranstaltungen Burgfestspiele „Vom Hussenkrieg“ und Altstadtfest werden für das Jahr 2021 ausgesetzt. „Als Stadtrat stehen wir in der Verantwortung die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu schützen. Dieser Verantwortung stellte sich der gesamte Stadtrat geschlossen zum Wohle der Gesundheit aller.“, so Erster Bürgermeister Martin Birner zur Entscheidung. Die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger hat nach wie vor oberste Priorität, waren sich alle Stadtratsmitglieder einig. Zum Schutz aller und vor dem Hintergrund einer noch unklaren Anzahl an geimpften Menschen bis zum Sommer, wäre das Risiko für die Bürger/innen letztendlich zu hoch.

„Es geht aber nicht nur darum, Veranstaltungen alternativlos abzusagen. Die Pandemie birgt auch die Chance neue, kreative Wege zu gehen, die das kulturelle Leben in Neunburg vorm Wald fördern.“, betont Bürgermeister Birner. Die Stadt Neunburg vorm Wald möchte deswegen stattdessen mit neuen Ideen das Gefühl vergangener Kultursommer nach Neunburg vorm Wald holen. Die Weichen dafür stellte der Stadtrat mit seinem Beschluss bereits. Die Stadtverwaltung arbeitet nun die vorgeschlagenen neuen Veranstaltungsformate weiter aus, die den Hygieneschutzmaßnahmen aus dem vergangenen Sommer gerecht werden. So sind beispielweise Picknick-Konzerte mit Live-Stream, Sommerserenaden und kleine Kinonächte in Planung, die vor allem mit kürzerer Planungsdauer umgesetzt werden können. Parallel dazu sollen die Themenmärkte mit verkaufsoffenem Sonntag soweit möglich ausgerichtet werden, um Einzelhandel und Gastronomie, die von der Krise besonders betroffen sind, zu unterstützen. Damit setzt der Stadtrat schon heute ein klares Signal für die einheimische Wirtschaft. Ein Hygienekonzept für die Märkte wurde von der Stadt bereits im letzten Jahr erarbeitet.